kursverwaltung

Onlinezahlung für Kursanbieter: Lohnt sich das?

Kimberly Metz Kimberly Metz ·
Onlinezahlung für Kursanbieter: Lohnt sich das?

Onlinezahlung als Kursanbieter: Brauche ich das?

Kurze Antwort: Nicht unbedingt. Lange Antwort: Es kommt darauf an, wie viel Zeit du mit Geld einsammeln, Karten verwalten und offenen Rechnungen verbringst. Wenn die Antwort “zu viel” ist, lies weiter.

Viele Kursanbieter schieben das Thema vor sich her. Die Gründe sind fast immer dieselben: Gebühren, Technik, und die Angst, dass ältere Teilnehmer nicht mitmachen. Schauen wir uns das ehrlich an.

Warum viele Kursanbieter zögern

”Das kostet mich doch Gebühren.” Stimmt. kursifant erhebt 1,9 % auf den Nettobetrag, dazu kommen die Gebühren des Zahlungsanbieters Mollie (z.B. 0,30 € + ca. 1,8 % bei Kreditkarte, bei SEPA-Lastschrift deutlich weniger). Bei einer 10er-Karte für 130 € sind das zusammen ca. 4,72 €. Monatliche Grundgebühr gibt es bei Mollie nicht, du zahlst nur wenn jemand bucht. Die Frage ist: Was kostet dich die Alternative? Wenn du eine Stunde pro Woche mit Bargeld zählen, Überweisungen prüfen und Mahnungen schreiben verbringst, bist du mit den Gebühren besser dran. Dafür übernimmt kursifant die Rechnungsstellung automatisch.

”Meine Teilnehmer können das nicht.” Das hören wir oft. Und fast immer stellt sich heraus: Die Teilnehmer können es doch. Wer ein Smartphone besitzt und WhatsApp nutzt, kann auch online bezahlen. Viele bevorzugen es sogar, weil sie nicht mit Bargeld zum Kurs kommen müssen.

”Technik ist nicht mein Ding.” Verständlich. Aber Onlinezahlung einrichten heißt heute nicht mehr, einen Webshop zu programmieren. Bei kursifant legst du ein Mollie-Konto an, verknüpfst es mit deinem Dashboard, fertig. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du unter Mollie einrichten.

Wann Onlinezahlung Sinn macht

Es gibt ein paar klare Situationen, in denen sich der Schritt lohnt:

Du hast ein Absagen-Problem. Teilnehmer melden sich an und kommen dann nicht. Wenn vorher bezahlt wird, sinkt die No-Show-Rate deutlich. Katharina Pieper von Mantrailing Berlin hat genau das erlebt:

"Vorher musste ich dem Geld hinterherrennen. Jetzt können sich die Leute erst nach der Bezahlung anmelden."

Katharina Pieper

Katharina Pieper

Mantrailing Berlin

Du verkaufst 10er-Karten oder Guthabenkarten. Wer hat noch Punkte? Wer muss nachkaufen? Wer hat bar gezahlt, wer per Überweisung? Das alles im Kopf oder in Excel zu verwalten, frisst Zeit. Mit Onlinezahlung kaufen Teilnehmer ihre Karten selbst, das Guthaben wird automatisch verbucht.

Du willst Neukunden gewinnen. Jemand findet deinen Kurs online und möchte sich spontan anmelden. Wenn diese Person erst eine Überweisung tätigen oder zum nächsten Termin Bargeld mitbringen soll, springt sie ab. Onlinezahlung senkt die Hürde: finden, buchen, bezahlen, fertig.

Du willst kein Bargeld mehr. Katja Bonny von Bonny Fitness beschreibt es so:

"Seit wir kursifant nutzen, habe ich keine Kartenverkäufe und so gut wie kein Bargeld mehr."

Katja Bonny

Katja Bonny

Bonny Fitness

Kein Wechselgeld, kein Gang zur Bank, kein “Ich hab’s nächste Woche dabei”.

Wann Onlinezahlung NICHT nötig ist

Nicht jeder braucht das. Wenn du eine kleine, feste Gruppe hast, die zuverlässig bar zahlt oder per Dauerauftrag überweist, ändere nichts, was funktioniert.

Typisches Beispiel: Du gibst zwei Yoga-Kurse pro Woche mit jeweils 8 Teilnehmern, die seit Jahren dabei sind. Alle zahlen pünktlich am Monatsanfang per Überweisung. Hier bringt dir Onlinezahlung keinen Mehrwert.

Auch wenn du ausschließlich Firmenkurse gibst und die Rechnung an das Unternehmen geht, brauchst du keine Onlinezahlung für Einzelpersonen.

Was Onlinezahlung in der Praxis verändert

Wer den Schritt macht, berichtet meistens von drei Dingen:

  1. Weniger Verwaltung. Kein Bargeld zählen, keine offenen Beträge nachverfolgen, keine manuellen Buchungen.
  2. Verbindlichere Buchungen. Wer bezahlt hat, kommt auch. Die Absagen-Quote geht runter.
  3. Mehr Klarheit. Du siehst jederzeit im Dashboard, wer bezahlt hat und wer nicht. Keine Zettelwirtschaft.

Silvia von Move & Balance merkt den Unterschied an ihrer eigenen Haltung:

"Bin konsequenter beim Abbuchen der Kursgebühren geworden."

Silvia

Silvia

Move & Balance

Das ist ein Effekt, den viele unterschätzen: Wenn die Zahlung automatisch läuft, musst du nicht mehr “nett nachfragen”. Das System übernimmt den unangenehmen Teil.

Zahlungsanbieter: Was du wissen musst

Kursifant arbeitet mit Mollie als Zahlungsanbieter. Mollie ist ein europäischer Anbieter mit Sitz in den Niederlanden und unterstützt alle gängigen Zahlungsarten: Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, PayPal, Apple Pay, Google Pay und mehr.

Was kostet das?

Die Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen:

  1. kursifant: 1,9 % Transaktionsgebühr auf den Nettobetrag. Dafür wird die Rechnungsstellung automatisch übernommen.
  2. Mollie (Zahlungsanbieter): Abhängig von der Zahlungsart, z.B. Kreditkarte ca. 0,30 € + 1,8 %, SEPA-Lastschrift 0,30 € + 0,35 €. Keine monatliche Grundgebühr.

Rechenbeispiel: Eine 10er-Karte für 130 € (netto 109,24 €). kursifant-Gebühr: 2,08 €. Mollie-Gebühr bei Kreditkarte: ca. 2,64 €. Zusammen: ca. 4,72 € pro Verkauf. Dafür sparst du dir das Bargeld einsammeln, die Rechnung schreiben und das Hinterherrennen.

Wie richtest du es ein?

Du erstellst ein Mollie-Konto, durchläufst die Verifizierung (Mollie prüft deine Identität, das dauert ein paar Tage) und verbindest dein Konto mit kursifant. Die komplette Anleitung gibt es unter Mollie einrichten.

Onlinezahlung bei kursifant: optional, nicht erzwungen

Ein wichtiger Punkt: Bei kursifant entscheidest du pro Kurs, ob Onlinezahlung aktiv ist oder nicht. Du kannst einen Kurs mit Zahlung anbieten und einen anderen ohne. Manche Anbieter aktivieren Onlinezahlung nur für Schnupperstunden und Neukunden, bei Stammkunden bleibt alles beim Alten.

Das heißt konkret: Du kannst mit einem einzigen Kurs starten und testen, wie deine Teilnehmer reagieren. Kein Alles-oder-Nichts. Wenn es funktioniert, schaltest du weitere Kurse um. Wenn nicht, lässt du es.

Du wirst nicht gezwungen, alles umzustellen. Du entscheidest, was für dein Angebot passt. Mehr dazu auf der Funktionsseite unter Zahlung.

So startest du: Drei Schritte

Falls du dich entscheidest, Onlinezahlung auszuprobieren, ist der Ablauf unkompliziert:

  1. Mollie-Konto erstellen. Du registrierst dich auf mollie.com und durchläufst die Verifizierung. Mollie fragt nach deinem Ausweis und Gewerbenachweis. Das dauert in der Regel 2-3 Werktage.
  2. Mollie mit kursifant verbinden. Im kursifant-Dashboard gibst du deinen Mollie API-Key ein. Eine bebilderte Anleitung findest du unter Mollie einrichten.
  3. Zahlung für einen Kurs aktivieren. Wähle einen Kurs aus und aktiviere die Zahlungsoption. Ab jetzt müssen Teilnehmer bei der Buchung bezahlen. Du kannst das jederzeit wieder deaktivieren.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • + Kein Bargeld, keine Mahnungen
  • + Teilnehmer buchen verbindlicher
  • + Neukunden buchen und bezahlen sofort
  • + Guthabenkarten automatisch verwaltet
  • + Rechnungsstellung automatisch
  • + Einnahmen jederzeit im Blick
  • + Keine Grundgebühr, jederzeit abschaltbar

Nachteile

  • Transaktionsgebühren (1,9 % kursifant + Mollie)
  • Einmalige Einrichtung nötig (Mollie-Verifizierung)
  • Manche brauchen kurze Erklärung
  • Bei stabilen Bar-Gruppen kein Mehrwert

Häufige Fragen

Was kostet Onlinezahlung für Kursanbieter?

kursifant erhebt 1,9 % Transaktionsgebühr auf den Nettobetrag. Dazu kommen die Gebühren von Mollie (z.B. ca. 0,30 € + 1,8 % bei Kreditkarte). Keine monatliche Grundgebühr bei beiden. Die Rechnungsstellung übernimmt kursifant automatisch. Die aktuellen Tarife findest du auf unserer Preisseite.

Muss ich Onlinezahlung für alle Kurse aktivieren?

Nein. Du kannst unterschiedliche Wege gehen. Manche Anbieter nutzen Onlinezahlung nur für offene Kurse und Neukunden, während Stammkunden wie gewohnt per Überweisung oder bar zahlen.

Wie schnell bekomme ich mein Geld?

Mollie überweist die Einnahmen regelmäßig auf dein Bankkonto. Standardmäßig erfolgt die Auszahlung werktäglich, du kannst aber auch wöchentliche oder monatliche Auszahlung wählen.

Kommen ältere Teilnehmer mit Onlinezahlung klar?

Ja, in der Regel schon. Die Zahlungsseite ist einfach gehalten und funktioniert auf jedem Smartphone oder Computer. Viele Kursanbieter berichten, dass auch ältere Teilnehmer nach einer kurzen Erklärung beim ersten Mal problemlos online buchen und bezahlen.

Was passiert, wenn ein Teilnehmer storniert?

Das hängt von deinen Stornierungsregeln ab. Du kannst in kursifant festlegen, bis wann kostenlose Stornierungen möglich sind. Rückerstattungen lassen sich direkt über Mollie oder das kursifant-Dashboard abwickeln.


Du willst sehen, ob Onlinezahlung zu deinem Angebot passt? Teste kursifant 14 Tage kostenlos und richte die Zahlung ein, wenn du bereit bist. Oder schau dir zuerst an, wie die Zahlung funktioniert.

Kimberly Metz

Kimberly Metz

Kimberly Metz hat kursifant gegründet, weil sie selbst erlebt hat, wie viel Zeit Kursanbieter mit Verwaltung verlieren. Seit über 10 Jahren hilft sie kleinen Unternehmen, Trainern und Vereinen, ihren Alltag mit smarten Tools einfacher zu machen. Wenn sie nicht gerade an neuen Funktionen arbeitet, ist sie persönlich im Support erreichbar.

Man liest auch

Alle Artikel